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22.07.2025 | 05:10

Netflix, Netramark, Novo Nordisk – Positive Zeichen

  • Märkte
  • künstliche Intelligenz
Bildquelle: pixabay.com

Von wegen: „Sell in may, and go away“. Durch die altbekannte Börsenweisheit hätten Anleger im Jahr 2025 so manche Gewinne verpasst. Vielmehr stehen sowohl die global wichtigsten Indizes wie Dow Jones, S&P 500 oder Nasdaq nahe ihren historischen Höchstständen. Und von Sommerloch ist nichts zu spüren, denn seit vergangener Woche läuft die Zahlensaison zum ersten Halbjahr an. Trotz der bereits hohen Bewertungen könnten aufgrund der positiven Grundstimmung weitere Kursgewinne folgen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NETFLIX INC. DL-_001 | US64110L1061 , NOVO-NORDISK NAM.B DK-_20 | DK0060534915 , NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059

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Inhaltsverzeichnis:


    Netflix – Gewinn über den Prognosen

    „Sell on good News“ könnte man nach den Zahlen zum zweiten Quartal 2025 beim Streaminganbieter vermuten. Netflix hat im zweiten Quartal 2025 deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Streamingriese konnte seinen Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahresquartal von 4,88 USD auf 7,19 USD steigern und übertraf damit die Konsensschätzungen von 7,02 USD.
    Auch beim Umsatz setzte Netflix ein starkes Zeichen. Die Erlöse kletterten von 9,56 Mrd. USD auf 11,08 Mrd. USD. Damit lag das Unternehmen ebenfalls leicht über den Analystenerwartungen, die bei 11,06 Mrd. USD gelegen hatten.

    Für die Zukunft planen die US-Amerikaner den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz. So solle KI nicht nur Produktionskosten senken, sondern auch die Qualität von Filmen und Serien verbessern.

    Ein konkretes Beispiel liefert die argentinische Netflix-Serie El Eternauta. Darin wurde eine aufwendige Szene mit dem Einsturz eines Gebäudes in Buenos Aires vollständig mithilfe von KI realisiert. Laut Sarandos konnte die Sequenz so nicht nur deutlich günstiger, sondern auch rund zehnmal schneller als mit klassischen Spezialeffekten umgesetzt werden. Es handelt sich dabei um die erste veröffentlichte KI-generierte Szene im Portfolio des Streaminggiganten.

    Trotz der hervorragenden Zahlen neigten Anleger zu Gewinnmitnahmen, die Netflix-Aktie gab um über 5 % auf 1.209 USD nach. Die Analysten der DZ Bank sehen nach Veröffentlichung des Zahlenwerks weiterhin einen Kaufkandidaten und vergaben ein Kursziel in Höhe von 1.500 USD.

    Netramark – Beeindruckende Entwicklung

    Als schlichtweg herausragend kann man die zuletzt veröffentlichten Ergebnisse des Disruptors im Gesundheitssektor bezeichnen. Das kanadische Unternehmen NetraMark setzt mit seiner Plattform NetraAI auf einen Paradigmenwechsel in der klinischen Forschung. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz soll helfen, die alarmierend hohe Misserfolgsquote klinischer Studien, insbesondere in der kapitalintensiven Phase 3, deutlich zu senken. Rund 90 % der Projekte scheitern derzeit zwischen Wirkstoffentwicklung und Zulassung. NetraMarks datengetriebener Ansatz adressiert damit eine der größten Herausforderungen der Pharmaindustrie.

    In einer aktuellen Vergleichsstudie stellte NetraMark seine Plattform NetraAI führenden KI-Systemen wie ChatGPT, DeepSeek sowie klassischen Machine-Learning-Methoden gegenüber. Als Grundlage dienten drei anspruchsvolle klinische Datensätze. Dabei gelang es nur NetraAI, klinisch relevante und statistisch belastbare Erkenntnisse zu liefern, was einen Durchbruch im datenbasierten Verständnis komplexer Erkrankungen bedeutet.

    Der Schlüssel liegt in der Fähigkeit der Plattform, mit wenigen, aber hochrelevanten Variablen zu arbeiten. Das führt zu präziseren Einschlusskriterien, beschleunigt die Rekrutierung geeigneter Probanden und verbessert das Studiendesign maßgeblich.

    Ein weiterer entscheidender Vorteil von NetraAI ist die klare Unterscheidung zwischen gut vorhersagbaren und unsicheren Patientengruppen. Während andere Modelle zwangsläufig eine Prognose liefern, auch wenn die Datenlage unsicher ist, setzt NetraAI gezielt auf Transparenz und Erklärbarkeit. Das minimiert Placebo-Effekte, reduziert das Risiko von Fehlentscheidungen und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit von Studien.

    Diese Kombination aus Präzision, Robustheit und Nachvollziehbarkeit macht NetraAI zu einem potenziellen Gamechanger in der medizinischen Forschung. Aktuell ist NetraMark mit einem Börsenwert von 117,14 Mio. CAD versehen. Bei einer weiterhin positiven Entwicklung dürfte mittelfristig ein Upgrade unvermeidbar sein.

    Novo Nordisk – Neue Wege

    Ruhig geworden ist es um den einstigen Börsenstar Novo Nordisk, der sogar zum wertvollsten Unternehmen Europas emporstieg. Doch seit dem Juli des vergangenen Jahres verlor die Aktie, der auf Abnehmprodukte spezialisierten Dänen, in der Spitze um über 60 % an Wert. Erste Erholungsversuche wurden zunächst im Keim erstickt, so dass der Anteilsschein erneut den Unterstützungsbereich bei 60 USD testet.

    Nun geht der Pharmariese neue Wege und investiert über seine Stiftung Novo Nordisk Foundation zusammen mit der dänischen Regierung 80 Mio. EUR in den Aufbau eines Quantencomputers namens „Magne“. Entwickelt wird das System von Microsoft und dem US-Start-up Atom Computing, der Betrieb erfolgt durch das neue Unternehmen QuNorth. Ab 2027 soll der Rechner Unternehmen und Forschern in Bereichen wie Chemie, Pharmazie, Logistik und Finanzen zur Verfügung stehen.

    Die Investition ist Teil der dänischen Digitalstrategie und soll Europa in der Quantentechnologie stärken. Ziel ist es, Talente und Kapital anzuziehen und die industrielle Technologiebasis auszubauen.


    Der Streamingdienst Netflix konnte die Analystenprognosen bei Umsatz und Gewinn schlagen. Novo Nordisk investiert in Quantencomputing. Die Tests von NetraMark zeigten im Vergleich zu herkömmlichen Sprachmodellen beeindruckende Ergebnisse.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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