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08.08.2025 | 05:00

Lokal denken eröffnet neue Möglichkeiten: SAP, Meta Platforms, naoo

  • Marketing
  • Soziale Netzwerke
Bildquelle: pexels.com

Die Welt rückt dank digitaler Kommunikation enger zusammen. Freunde leben in aller Welt und trotzdem können wir selbst kleine Momente mit ihnen teilen. Vernetzt zu sein, hilft aber nicht nur dabei, weite Distanzen zu überbrücken. Auch in unserer unmittelbaren Umgebung können Netzwerke Menschen zusammenbringen und auf diese Weise Freundschaften stiften oder Geschäfte anbahnen. Wir zeigen anhand der Geschäftsmodelle von SAP, Meta und naoo, wie Technologie die Dinge vor Ort verändert und die Welt zu einem besseren Ort macht.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NAOO AG | CH1323306329 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , META PLATFORMS INC | US30303M1027

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Inhaltsverzeichnis:


    Starkes Netzwerk – naoo macht Social Media zu einem besseren Ort

    Umfragen zeigen, dass sich mehr als 40 % der Menschen mehr Authentizität, weniger Werbung und stärkere Gemeinschaften von sozialen Netzwerken wünschen. Da weltweit inzwischen rund 5 Mrd. Menschen in sozialen Netzwerken organisiert sind, beststeht ein riesiger Markt. Diesen Markt adressiert die naoo AG und denkt soziale Netzwerke neu. Das Ziel: sicherer, relevanter und näher bei den Menschen sein als die Konkurrenz. Während etablierte Plattformen wie Facebook von Meta Plattforms global ausgerichtet sind, setzt naoo auf lokale Vernetzung, Gamification und ein einzigartiges Belohnungssystem für Nutzer und Unternehmen. Nutzer erhalten naoo-Punkte für Beiträge und Interaktionen, die sie gegen echte Vorteile einlösen können. Gleichzeitig können lokale Geschäftskunden die Plattform nutzen, um potenziellen Kunden in der Nähe gezielte Angebote und Gutscheine anzubieten und sie mit Bonuspunkten in die Läden vor Ort zu locken. Die starke Verzahnung mit dem lokalen Handel ist laut Analysten ein zentraler Wettbewerbsvorteil. Das Unternehmen löst damit ein Problem, das viele kleine Ladengeschäfte haben. Kunden denken bei Einkäufen global und bestellen im Netz. Das persönliche soziale Netzwerk von naoo macht lokale Angebote sichtbar, menschlich und sorgt so für digitale Bindungen, die bis in die Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen reichen.

    Die Analysten von GBC nehmen die Aktie von naoo seit Juli 2025 unter die Lupe und haben das Coverage mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel 28,48 EUR begonnen. GBC sieht naoo als „Plattform der neuesten Generation im Bereich KI-basierter Social-Media-Technologie“ und betont als Alleinstellungsmerkmal den hohen Gamification- und Loyalty-Fokus kombiniert mit der starken lokalen Ausrichtung. Die Strategie aus organischem Wachstum plus Zukäufen eröffnet laut den Analysten erhebliches Umsatz- und Ertragspotenzial. Entsprechend optimistisch sind die Prognosen: Der Jahresumsatz von lediglich 0,4 Mio. CHF 2024 soll bis 2027 sprunghaft auf ca. 48 Mio. CHF steigen und sich 2028 nochmals auf über 100 Mio. CHF mehr als verdoppeln. Die Ziele erscheinen ambitioniert, doch trifft naoo mit seinem Konzept bei Nutzern einen Nerv – das Netzwerk wächst.

    Facebook denkt regional – KI Trend überlagert Social-Media-Geschäft

    Dass Nutzer sozialer Netzwerke durchaus auch lokal denken, zeigt auch der Erfolg von Facebook-Gruppen. Jeden Monat nutzen 1,8 Mrd. Menschen Facebook-Gruppen. Viele davon haben einen lokalen Bezug. Das Credo von Facebook lautet zudem seit 2017 „Give people the power to build community and bring the world closer together“. Aktuell dreht sich bei Meta allerdings alles um KI und damit einhergehende Geschäftsmodelle. Das Geschäft mit sozialen Netzwerken hat beim Unternehmen, das vom Anleger-Schreck im vergangenen Jahr zum Anleger-Liebling heute geworden ist, nicht mehr die größte Priorität.

    SAP: Neu-Geschäft dank regionalem Fokus

    Dass Regionalität und Big Tech trotz weitreichender KI-Visionen Hand in Hand gehen können, zeigt der Walldorfer Software-Konzern SAP. SAP richtet sich zwar eigentlich an große Unternehmen, hat sich in der Vergangenheit aber auch dem Mittelstand geöffnet und fokussiert sich unter anderem darauf, Unternehmen miteinander zu verbinden und den Austausch von Daten zu ermöglichen. Auch im Bereich der intelligenten Vernetzung im öffentlichen Bereich engagiert sich SAP und ist Teil von Smart-City-Initiativen, wie etwa in Dresden. Darüber hinaus betreibt SAP weltweit Innovationszentren und arbeitet mit Hochschulen sowie Startups in verschiedenen Regionen zusammen – das stärkt lokale Tech-Ökosysteme und schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze. SAP selbst beschäftigt weltweit 110.000 Mitarbeitende in über 100 Ländern – den Nachwuchs regional an Standorten von Universitäten und Hochschulen zu rekrutieren, erscheint sinnvoll.

    Social-Media-Revolutionär naoo hat den größten Hebel

    Die Geschäftsmodelle von SAP, Meta Platforms und naoo zeigen, dass es sich lohnt, regionale Perspektiven einzunehmen. Während aus globaler Perspektive gedachte Themen oftmals abstrakt erscheinen, werden lokale Themen schneller greifbar. Das gilt etwa dann, wenn man Fachkräfte in regionalen Kompetenzzentren rekrutiert oder aber potenzielle Kunden mit regionalem Bezug gezielt anspricht. Letzteres gelingt dem sozialen Netzwerk von naoo immer besser. Während die Milliarden-Unternehmen SAP und Meta Platforms längst vom Megatrend KI getrieben sind, könnte naoo als klassisches soziales Netzwerk mit klarem Bekenntnis zur Regionalität stärker punkten. Für Investoren, die daran glauben, dass soziale Netzwerke persönlicher und nahbarer werden sollten, ist die Aktie von naoo ein geeignetes Instrument. Die Marktkapitalisierung von rund 33 Mio. EUR bietet gemessen an den jüngsten Analysteneinschätzungen deutliches Potenzial nach oben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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