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18.07.2025 | 05:00

Aktiengewinne im Abo: Netflix, Adobe, MiMedia Holdings

  • Abomodelle
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Bildquelle: pixabay.com

Abos rechnen sich – für die Anbieter! Wir alle haben schon einmal vergessen, eine Zeitschrift oder auch einen Streamingdienst zu kündigen. Viele gönnen sich auch den Luxus, verschiedene Abos zu haben, auch wenn sie sich nicht ausdrücklich rechnen. Dieses Verhalten spült Anbietern bares Geld in die Kassen. Eine Untersuchung von human digital zeigt, dass Unternehmen mit Abo-Modellen im Mittel zwischen fünf und acht Mal schneller wachsen. Wir zeigen, wie die Großen ihrer Branche Abonnements für sich nutzen und welche Nischen-Anbieter Potenziale haben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: MIMEDIA HOLDINGS INC | CA60250B1067 , ADOBE INC. | US00724F1012 , NETFLIX INC. DL-_001 | US64110L1061

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Inhaltsverzeichnis:


    Netflix weiß wie’s geht: Rekordzahlen und Kundenbindung

    Der Streamingdienst Netflix ist einer der bekanntesten Abo-Anbieter. Vor vielen Jahren mit Kampfpreisen gestartet, ist das Abo inzwischen teurer. Selbst Werbung schaltet Netflix, um besonders preissensitiven Kunden entgegen kommen zu können. Netflix investierte auch früh in eigene Inhalte. Während der goldenen 2010er Jahre honorierten Öffentlichkeit und auch die Kapitalmärkte diese Strategie – Netflix gab zwar Milliarden aus, hatte dafür aber auch die Serien im Angebot, über die jeder sprach. Für Netflix war das unterm Strich ein gutes Geschäft. Da der Markt damals Wachstumsversprechen zudem gerne glaubte, ging die Rechnung auf. Als schließlich die Pandemie Milliarden Menschen aufs Sofa verbannte, profitierte Netflix umso mehr – selbst neue Zielgruppen wie etwa ältere Menschen verfielen dem „Pandemie-Lifestyle“.

    Zwar sind diese Zeiten vorbei, doch kann Netflix noch immer profitieren. Ende 2024 erreichte man mit 302 Millionen Abonnenten einen historischen Höchststand. Satte 16 Millionen Neukunden buchten Netflix im letzten Quartal 2024. Viele davon bleiben dabei. Netflix setzt dafür auf Algorithmen, die das Nutzererlebnis individuell gestalten. Laut Netflix generiert allein die Kundenbindung aufgrund individueller Nutzererlebnisse 1 Mrd. USD jährlich.

    Adobe: Abonnements als Basis für Mega-Wachstum

    Noch bevor Netflix in fast jedem Wohnzimmer war, setzte Adobe auf einen Strategieschwenk: 2013 verkaufte man keine Softwarelizenzen mehr, sondern rollte seine beliebten Programme für Grafik und Video im Abomodell aus. Zwar waren eingefleischte Adobe-Nutzer zunächst enttäuscht und witterten Abzocke, doch sind Abonnements von Software inzwischen Standard – es gibt kaum eine Alternative. Es verwundert daher kaum, dass Adobe auch dank seiner Abonnements auf dem Erfolgsweg ist. 2024 erzielte Adobe einen Rekord-Umsatz von 21,51 Mrd. USD und wuchs um satte 11 %. Neben Software im Abo setzt man bei Adobe auch auf Cloud-Dienste. Diese werden in erster Linie von professionellen Nutzern gebucht. Die Kundenbindung ist dabei hoch – die Zahl der 650 Mio. Nutzer von Adobes Cloud-Diensten wächst stetig. Zuletzt gar um 25 %.

    MiMedia Holdings: Cloud-Dienste für Schwellenländer

    Was Adobe für Power-Nutzer mit Macbook Pro und einem Faible für die Bearbeitung von Medien ist, könnte das Angebot von MiMedia Holdings für gewöhnliche Smartphone-Nutzer sein. MiMedia bietet einen Cloud-Service, der im B2B2C-Modell alles hat, was Nutzer brauchen: Fotos und Dokumente speichern, verarbeiten oder verschicken und bei Bedarf alles greifbar auf dem Smartphone haben. MiMedia schließt dafür Verträge mit Mobilfunkanbietern oder Einzelhandelsketten ab, und installiert seine Software auf Neugeräten. Sobald Nutzer Fotos machen und aktiv werden, nutzen sie die App von MiMedia und werden damit zu Kunden. MiMedia hat eine strategische Partnerschaft mit Walmart Latin America abgeschlossen, zu dem der Mobilfunkanbieter Bait mit 18,3 Mio. Kunden gehört.

    Neben Südamerika hat MiMedia Holdings auch Afrika als spannenden Wachstumsmarkt hervorgehoben. In Afrika allein soll es bald 1 Mrd. Smartphones geben. MiMedia profitiert in erster Linie von der Skalierbarkeit seines Geschäftsmodells – die Apps stehen, die Infrastruktur kann heute je nach Bedarf flexibel ausgeweitet werden. Dass MiMedia strategische Partnerschaften mit potenziellen Multiplikatoren schließen kann, hat das Unternehmen spätestens mit dem Wal-Mart-Deal unter Beweis gestellt.

    Pricing-Power: Aktionäre lieben dieses Geschäftsmodell

    Dass MiMedias Ansatz, Kunden mittels Abonnements fest an sich zu binden Sinn macht, zeigen auch aktuelle Zahlen. Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes bereits im Mai 2024 berichtete, befindet sich die „Subscription-Economy“ im WandelKundenbindung rückt immer mehr in den Fokus. Hier hat MiMedia ein Ass im Ärmel: Persönliche Fotos, Videos und Dokumente gelten als sensibel. Diese Daten zu verlieren, dürften nur wenige Nutzer riskieren und daher eher beim bewährten Dienst bleiben. Dass dem so ist, zeige auch der Umstand, dass 2024 73 % der Unternehmen mit Abo-Modellen ihre Preise erhöhen konnten. Wer bewährte Dienste im Abomodell anbietet, hat also Pricing-Power – das kommt auch Investoren zu Gute.

    Die Aktie von MiMedia legte zuletzt deutlich zu – auf Sicht von sechs Monaten steht jetzt eine Rendite von rund 22 %. Das Unternehmen wird sich in diesem Sommer weiteren Investoren präsentieren. Gut denkbar, dass man potenziellen Investoren dabei ambitionierte Zukunftspläne vorstellen will. Die Aktie von MiMedia Holdings ist spekulativ, doch das Geschäftsmodell überaus bewährt. Auch der Fokus auf Schwellenländer macht Sinn. Neue Entwicklungen können dem aktuell mit rund 28 Mio. EUR bewerteten Unternehmen eine vielversprechende Perspektive eröffnen.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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