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24.07.2025 | 06:00

Omnichannel-Profite: Wie Alibabas KI, naoos Communitys und PayPals Embedded Finance Ihre Kasse füllen

  • Alibaba
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  • PayPal
  • E-Commerce
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Bildquelle: pixabay.com

Die digitale Transformation revolutioniert Handel und Marketing! E-Commerce knackt Rekorde, Influencer-Kampagnen generieren nie dagewesene Reichweiten, und innovative Bezahllösungen katapultieren die Kundenzufriedenheit in die Höhe. Diese drei Säulen erschließen globale Märkte, steigern Effizienz und schaffen explosive Wachstumschancen. Doch das wahre Gold liegt in ihrer intelligenten Verknüpfung. Wer Online- und Offline-Welten nahtlos fusioniert, dominiert den Markt. Genau hier setzen die Pioniere Alibaba, naoo und PayPal an. Diese Strategien öffnen den Weg zu profitablen Synergien.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , NAOO AG | CH1323306329 , PAYPAL HDGS INC.DL-_0001 | US70450Y1038 , ALIBABA GROUP HLDG LTD | KYG017191142

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Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – wie sieht es aktuell aus und wie ist die Zukunft geplant?

    Alibaba teilt sein Geschäft in klare Segmente auf, und das klassische Online-Handelsgeschäft dominiert weiterhin. Im 1. Quartal 2025 machte der E-Commerce-Bereich mit Plattformen wie Taobao und Tmall rund 43 % des Gesamtumsatzes aus, was etwa 101 Mrd. CYN (ca. 12 Mrd. EUR) entspricht. Lokale Dienste, darunter Lieferangebote wie Ele.me, bringen nur knapp 7 % ein, also etwa 16 Mrd. CYN. Das Verhältnis liegt bei ungefähr 1 zu 6 zugunsten des E-Commerce. Der internationale Handel trägt 14 % bei, während Cloud und KI zusammen 13 % ausmachen. Noch ist der Kernhandel die Hauptstütze, aber die neuen Bereiche nehmen an Fahrt auf.

    Der Konzern pumpt massiv Geld in Cloud und Künstliche Intelligenz, mit Plänen für 53 Mrd. USD Investitionen in den nächsten Jahren. Das Cloud-Geschäft wächst dreistellig bei KI-bezogenen Umsätzen, schon 7 Quartale in Folge, und positioniert Alibaba als starken Player in China. Modelle wie Qwen finden breite Anwendung in Firmen, von E-Commerce bis Medizin, und schaffen neue Einnahmequellen durch Cross-Selling. Erst gestern wurde Qwen3-Coder vorgestellt, ein fortschrittliches Programmiermodell. Trotz solider Quartalszahlen mit 7 % Umsatzplus auf 236 Mrd. CYN bleibt das Potenzial hier enorm, besonders da die Kosten in China günstiger sind als im Westen. Das könnte Alibaba langfristig einen Vorsprung verschaffen.

    Geopolitische Spannungen zwischen den USA und China werfen Schatten, mit Handelsbarrieren und Regulierungen, die das Wachstum bremsen könnten. Dennoch zeigt Alibaba Stärke in der Diversifikation, etwa durch den Ausbau internationaler Plattformen und Fokus auf Robotik oder Healthcare. Die Bewertung wirkt im Vergleich zu US-Techriesen niedrig, was Chancen birgt, wenn Risiken abklingen. Investoren sollten wachsam bei makroökonomischen Unsicherheiten in China bleiben, aber die Kombi aus solidem Kern und innovativen Feldern macht das Ganze spannend. Die Aktie notiert aktuell bei 123,24 USD.

    naoo - Schweizer Tech-Unternehmen mischt Social Media auf

    Aus Zug stammt die Naoo AG, ein junges Tech-Unternehmen mit einem frischen Ansatz im Social-Media-Markt. Ihre KI-gesteuerte Plattform kombiniert klassische Netzwerkfunktionen mit einem Belohnungssystem, den sogenannten „naoo-Punkten“. Nutzer sammeln diese Punkte durch Aktivitäten wie Posten, Umfragen oder Datenfreigabe. Im Gegenzug gibt es Gutscheine oder Bargeld. Das Ziel ist, das Engagement zu fördern und Daten als Wertschöpfung nutzen. Der entscheidende Unterschied zu Community-Riesen wie Instagram? Alle User erhalten Belohnungen, nicht nur Top-Influencer. Außerdem ergibt sich durch das Modell eine starke lokale Verankerung. Lokale Unternehmen können gezielt mit personalisierten Angeboten und Standort-Targeting werben, was beispielsweise durch den Gamification-Ansatz die Nutzerbindung steigert.

    Ein kräftiger Schub kam durch die Übernahme von Kingfluencers, der größten Influencer-Agentur der Schweiz. Diese bringt einen etablierten Kundenstamm, Markenbeziehungen und Fachwissen im Kampagnenmanagement mit. Alles Faktoren, die wichtige Synergien für Marketing und Nutzerwachstum heben. Gleichzeitig treibt naoo die technische Entwicklung voran. Eine komplett neu aufgebaute, hochskalierbare Infrastruktur ermöglicht blitzschnelle Ladezeiten und Features wie den KI-basierten Feed-Algorithmus "naoo Sense 2". Dieser liefert hyperrelevante, kontextbezogene Inhalte in Echtzeit und soll das Nutzererlebnis deutlich verbessern. Die Basis für internationale Expansion, beginnend mit Deutschland, ist gelegt.

    Wie typisch für Startups in dieser Phase zeigte die Bilanz 2024 noch Anlaufverluste. Bei einem Umsatz von 0,43 Mio. CHF lag das EBITDA bei -1.11 Mio. CHF. Die Finanzierung erfolgte bisher primär über den Gründer und Kapitalerhöhungen. Der Gamechanger ist Kingfluencers. Dessen Integration läuft erfolgreich, es wurden bereits Kosteneinsparungen realisiert und für 2025 wird ein signifikanter Umsatzsprung auf rund 10 Mio. CHF erwartet. Die GBC Studie erwartet für 2026 bereits 18,85 Mio. CHF Umsatz, der auch in den drauf folgenden Jahren weiter deutlich steigen soll. Mittelfristig sollen Werbeeinnahmen die Haupteinnahmequelle werden, getrieben von wachsenden Nutzerzahlen, Skaleneffekten und dem Synergiepotenzial innerhalb des Ökosystems aus Plattform und Agentur. Die Analysten von GBC Research haben eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 28,48 EUR herausgegeben. Damit bietet die Aktie, die momentan bei 9,50 EUR steht, viel Potenzial.

    PayPal - Fundament stimmt, jetzt muss Wachstum folgen

    PayPal liefert aktuell ein zwiespältiges Bild. Die Gewinne pro Aktie übertreffen regelmäßig die Erwartungen, während das Umsatzwachstum eher verhalten bleibt. Dennoch blickt das Unternehmen auf stabile Perspektiven. Die Schätzungen für die kommenden Jahre zeigen einen gesunden Anstieg des Gewinns pro Aktie, knapp 10 % für 2025 erscheinen realistisch. Bewertungstechnisch wirkt PayPal moderat, besonders wenn man die starke Cashflow-Generierung betrachtet. Hier liegt der Schlüssel. Die tatsächlichen Erträge übertreffen die ausgewiesenen Bilanzgewinne deutlich, dank des kapitalleichten Geschäftsmodells.

    Das Management setzt klare Akzente. Statt nur neue Nutzer zu jagen, liegt der Fokus jetzt auf der besseren Monetarisierung der bestehenden Kundenbasis, besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen. Neue Partnerschaften, etwa im Krypto-Bereich mit Stablecoins oder im Sport- und Freizeitmarkt, sollen zusätzliche Wachstumsimpulse setzen. Ein wesentlicher Pluspunkt für Aktionäre sind die aggressiven Aktienrückkäufe. Diese reduzieren die Anzahl der ausstehenden Aktien und heben so den Gewinn je Anteilsschein. Das treibt den Wert der Aktie langfristig nach oben.

    Aber es gibt auch Gegenwind. Der Wettbewerb mit Apple Pay, Google Pay und Fintechs ist hart, regulatorische Hürden existieren und neue Technologien wie Krypto verändern das Feld ständig. Die entscheidende Frage bleibt, ob PayPal sein solides Fundament, die starken Cashflows, hohe Profitabilität, die breite Verankerung bei Händlern, nutzen kann, um das Umsatzwachstum wieder spürbar zu beschleunigen. Für Investoren, die eine solide Cash-Maschine mit Turnaround-Potenzial suchen und die aktuelle, moderate Bewertung attraktiv finden, bleibt PayPal spannend. Geduld ist jedoch gefragt. Momentan kostet ein Anteilsschein 76,00 USD.


    Die digitale Omnichannel-Revolution bietet explosive Wachstumshebel. Alibaba setzt mit milliardenschweren KI- und Cloud-Investitionen auf skalierbare Zukunftsfelder jenseits ihres dominanten E-Commerce-Kerns. naoo disruptiert Social Media durch sein KI-gesteuertes Communitysystem und die Kingfluencers-Akquisition, die 2025 den Umsatz vervielfachen und den Weg in die Profitabilität ebnen soll. PayPal hingegen kämpft trotz robuster Cashflows und aggressiver Aktienrückkäufe um Umsatzdynamik im harten Wettbewerbsumfeld. Wer Synergien aus KI, Communitys und Embedded Finance nutzt, dominiert.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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