11.08.2025 | 04:45
Kaufpanik – die Indizes wollen nach oben! Weitere 150 % mit Palantir, European Lithium, VW und BYD
An der NASDAQ und beim DAX 40-Index regiert der Sonnenschein. Zu beobachten ist eine wahre Kaufwelle bei Technologiewerten, insbesondere bei Palantir Technologies. Der Kurs zieht weiter an, angetrieben von schon fast irrationaler KI-Nachfrage und einer herausragenden Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig steigen die Short-Interessen auf diesen Titel deutlich auf über 50 Millionen Aktien, ein Alarmzeichen für mögliche Eindeckungsszenarien. Derzeit fehlt das typische Sommerloch, ganz im Gegenteil, die Börsen hangeln sich von Hoch zu Hoch als wären die Zollbeschlüsse ein Segen für die Weltkonjunktur! Im Vergleich dazu erlebt BYD eine schwächer als erwartete Verkaufsentwicklung im Juli. Die Quartalszahlen fielen zurück, ordentlicher Druck kommt in der Aktie auf. Auch im Rohstoff-Sektor ist einiges geboten, denn die USA schielt auf stabile Lieferketten. Doch wo sind diese zu finden?
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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BYD versus VW – Margenverluste für alle
In den vergangenen zwei Wochen lieferte die BYD-Aktie reichlich Gesprächsstoff. Der kürzlich vollzogene 3:1-Aktiensplit sorgte vor allem bei europäischen Anlegern für Irritationen, da viele ihre umgestellten Stücke noch nicht erhalten haben. Die zeitgleich veröffentlichten Q2-Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, was die Stimmung am Markt zusätzlich trübte. Hinzu kam ein aggressiver Preiskampf. BYD senkte die Preise für mehr als 20 Modelle bis 30 %, um den schleppenden Absatz anzukurbeln. Ein Schritt der am Markt Bedenken wegen sinkender Margen und drohender Überproduktion auslöste und den Aktienkurs in den letzten 3 Monaten um rund 30 % drückte. Zwar verkauft BYD in Europa inzwischen mehr Fahrzeuge als Tesla, doch das Absatzwachstum stagniert und die Nachfrage bleibt unter den Erwartungen. Trotz anhaltender Expansionspläne zeigt sich der Markt momentan nervös. Die Mischung aus technischer Unsicherheit nach dem Split, enttäuschenden Zahlen und der Sorge um den Margendruck sorgt dafür, dass der Publikumsliebling BYD derzeit besonders kritisch beäugt wird. 28 Analysten auf der Plattform LSEG empfehlen den Titel zum Kauf mit einem gewichteten Kursziel von 17,70 EUR, immerhin ein Potenzial von 70 %.
Volkswagen steht aktuell vor ähnlichen Herausforderungen wie BYD. Der Umstieg auf die E-Mobilität verursacht Transformationskosten in Milliardenhöhe. Während BYD in Europa expandiert, muss VW jedoch Absatzrückgänge bei E-Autos verkraften und hat bereits angekündigt, die Produktion in manchen Werken zu drosseln. Der aus China beförderte Preiskampf drückt erheblich auf die Margen, besonders im internationalen Wettbewerb. Im Gegensatz zu BYD kämpft VW zudem mit internen Strukturproblemen und teuren Softwareverzögerungen, die die geplante Modelloffensive ausbremsen. Technisch hat der Aktienkurs zumindest nun 4-mal das Niveau um 88 EUR bestätigt. Mutige kaufen hier ein KGV von 3,8 und knapp 7 % Ausschüttungsrendite.
European Lithium – Investoren schielen auf Grönland
Die Debatte um strategische Metalle hat sich in jüngster Zeit wieder deutlich verschärft, nicht zuletzt durch die wachsende Bedeutung von Kupfer, Uran und Seltenen Erden. Der Standort Grönland bringt als stabile, europäische Jurisdiktion zusätzliche Vorteile hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Infrastruktur mit sich. Der Australier European Lithium ist über seine NASDAQ-notierte 68 %-Beteiligung an der Critical Metals Corp. optimal positioniert. In den Fokus gerät immer wieder das von Donald Trump beanspruchte Grönland und hier das vielbeachtete Tanbreez-RareEarth-Projekt. Die robusten wirtschaftlichen Kennzahlen einer Scoping-Studie zeigten zuletzt einen Nettobarwert von bis zu 3 Mrd. USD und einen internen Zinsfuß von 162 % vor Steuern. Das Projekt ist damit ökonomisch klar attraktiv. Mit den aktuellen Bohrergebnissen meldet European Lithium außergewöhnlich hohe Gehalte an Gallium (bis zu 140 ppm) und einen Spitzenanteil von 28 % an schweren Seltenen Erden (HREO). Die Werte stammen aus der erstmaligen Analyse von zehn historischen Diamantbohrlöchern und markieren ein neues Versorgungs-Potenzial, das die Bedeutung des Projekts für westliche Lieferketten und strategische Industrien massiv steigert. Besonders relevant: Anders als bei anderen Lagerstätten sind die Gehalte an Uran und Thorium äußerst gering, was die Umweltverträglichkeit und politische Genehmigungsfähigkeit klar erhöht.
Weiter ist Gallium unerlässlich für die Halbleiterindustrie und seit den Exportrestriktionen Chinas für die USA entscheidend für die Versorgungssicherheit im Bereich Verteidigung und Hightech. „Diese Spitzenresultate unterstreichen den strategischen Wert von Tanbreez für seltene Erden und Gallium mit hoher Skalierbarkeit“, so CEO Tony Sage. Die Konzentration liegt weit über dem typischen Durchschnitt anderer Seltenerd-Lagerstätten und hat analystenseitig Kursdynamik ausgelöst. Die European-Lithium-Aktie gewann damit im laufenden Jahr bereits über 60 % an Wert. Ziel ist nun die Ausweitung des Ressourcenpotenzials. Critical Metals Corp treibt deshalb eine neue Bohrkampagne in der Fjord-Lagerstätte voran. Schon im laufenden Jahr wurden mehr als 1.200 Bohrmeter absolviert, frühere Untersuchungen zeigten hohe Werte bei HREO und Gallium, weitere Analyseergebnisse stehen in den kommenden Monaten an.
Immer deutlicher rückt die Chance für European Lithium in den Vordergrund, sich als verlässliche Quelle für kritische Metalle außerhalb des chinesischen Einflussbereichs zu etablieren. Ein Szenario, das der gesamten Branche einen entscheidenden Schub verleihen könnte. Der Aktienkurs liegt derzeit bei rund 0,082 AUD. Auch in Deutschland hat sich längst eine aktive Anlegergemeinde gebildet, die regelmäßig Handelsvolumen von mehreren Millionen Stücken bewegt. Angesichts einer aktuellen Unternehmensbewertung von lediglich 66,5 Mio. EUR erscheint dieses Niveau für viele Marktbeobachter kaum nachvollziehbar. Das Potenzial für eine deutliche Neubewertung ist daher nicht von der Hand zu weisen.
Palantir Technologies – Offenbar gibt es hier kein Halten mehr
Palantir Technologies ist ein Phänomen! Das Unternehmen hat in Q2-2025 die Erwartungen der Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 0,16 USD (Prognose: 0,14) wiedermal deutlich übertroffen. Die Umsätze stiegen mit +48 % erstmals über 1 Mrd. USD, hier wurden nur 940 Mio. USD geschätzt. Die operative EBIT-Marge erreichte stolze 46 % und der Free Cashflow lag bei 569 Mio. USD. Die Zahlen katapultierten den Titel in den letzten Tagen auf über 187 USD, ein Plus von über 500 % in 12 Monaten lässt grüßen. Das Marktumfeld bleibt trotz positiver Quartalszahlen angespannt, denn die Bewertung gilt unter Experten als viel zu hoch. Leerverkäufen von über 50 Mio. Aktien bestätigen diese Sichtweise, Trader positionieren sich für mögliche Korrekturen. In Analystenkreisen wurde die “Doomerism”-Stimmung thematisiert, welche vor allem von Short-Sellern und Skeptikern rund um das Thema Künstliche Intelligenz geschürt wird. Trotz dieser Bedenken werteten viele Marktteilnehmer die Quartalszahlen als Beleg für die nachhaltige Wachstumsstory von Palantir, prominente Stimmen wie die von Jim Cramer sprechen bereits von Kurszielen jenseits der 200 USD-Marke. Der Status als Wachstumsstar mit hoher KI-Dynamik sichert der Aktie weiterhin starke Aufmerksamkeit, während die Einbeziehung in den S&P 500 und den NASDAQ-100 für zusätzliche Kapitalzuflüsse sorgt. Das gewichtete LSEG-Kursziel von 165 USD per Jahresende ist längst um 15 % überboten. Eine krasse Blow-Off Story mit einmaligem 2025/26e Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 100!

Die Kapitalmärkte stehen derzeit unter starkem Anpassungsdruck, denn geopolitische Risiken, volatile Rohstoffpreise und technologische Umbrüche treffen zeitgleich aufeinander. Während Palantir-Anleger vom plötzlichen Kursfeuerwerk profitieren und Short-Eindeckungen den Hype befeuern, kämpfen BYD und Volkswagen mit rückläufigen Absatzzahlen und eingetrübten Margenaussichten. European Lithium gilt im Bereich kritischer Metalle als einer der aussichtsreichsten Kandidaten, um außerhalb des chinesischen Einflussbereichs wichtige Ressourcen zu sichern. Für risikobewusste Anleger eröffnet sich hier ein Szenario mit erheblichem Aufwertungspotenzial.
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