29.07.2025 | 05:00
Drohnen-Hype: Wer macht das beste Geschäft? Volatus Aerospace, Renault, Rheinmetall
Die Zeit der Panzer und Haubitzen ist vorbei. Der Krieg in der Ukraine zeigt: Drohnen verändern das Gefecht - sie liefern Aufklärung, steuern präzise Angriffe und punkten mit geringen Anschaffungskosten und großer Effektivität. Kein Wunder, dass auch große Waffenschmieden und Industrieunternehmen auf den Drohnen-Zug aufspringen wollen. Renault wurde gar von der französischen Regierung gebeten, in das Geschäft einzusteigen. Doch die Eintrittshürden auf diesem Markt sind hoch. Wir erklären, wer in Zukunft das beste Geschäft mit Drohnen macht und wieso Größe und Kapital noch keine Garanten für den späteren Erfolg sind.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , RENAULT INH. EO 3_81 | FR0000131906 , RHEINMETALL AG | DE0007030009
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Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Renault und Rheinmetall springen auf den Drohnen-Zug auf
Während es in der Autoindustrie schlecht läuft, könnten Aufträge aus der Rüstung in die Bresche springen. Derartige Gedanken kursieren auch in Deutschland bereits seit einiger Zeit. Doch seit dem denkwürdigen Auftritt des US-Vizepräsidenten bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar, werden aus Ideen schneller Fakten. Renault hat dem Wunsch der französischen Regierung zwar noch nicht entsprochen, doch könnte die Fertigungskompetenz der Autoindustrie dabei helfen, smarte Drohnen auch in großen Stückzahlen und damit günstig auf den Markt zu bringen.
Auch Rheinmetall, der deutsche Rüstungskonzern, der vor allem für Panzer, Munition und Luftabwehr bekannt ist, steigt ins Drohnen-Geschäft ein. Rheinmetall hat im Juni 2025 eine strategische Partnerschaft mit dem US-Drohnenentwickler Anduril Industries geschlossen, um gemeinsam militärische Drohnen für Europa zu bauen. Geplant ist laut der Nachrichtenagentur Reuters die Entwicklung europäischer Versionen von Andurils unbemannten Systemen Barracuda und Fury sowie die gemeinsame Produktion von Raketentriebwerken. Rheinmetall bringt seine Fähigkeit zur industriellen Fertigung und den europäischen Marktzugang ein, während Anduril seine Drohnen-Technologie liefert. So will man Europas Abhängigkeit von US-Rüstungstechnik verringern. Dass sich selbst ausgewiesene Rüstungskonzerne spezialisierte Partner suchen, kommt nicht von ungefähr: Die Hürden beim Eintritt in den Drohnenmarkt sind hoch.
Markteintrittshürden durch Regulatorik und Zusammenspiel verschiedener Technologien
Modernen Militärdrohnen kombinieren längst verschiedene Technologien. Konkret geht es um KI-gesteuerte Navigation, hochauflösende Sensoren und verschlüsselte Daten und Kommunikation. Das Knowhow, wie diese Technologien bei Drohnen konkret genutzt werden, müssen neue Akteure am Drohnenmarkt erst erwerben. Partnerschaften mit bestehenden Drohnen-Unternehmen bieten daher große Vorteile, da diese langjährige Erfahrung in der Entwicklung neuer Drohnensystemen und deren Einsatz haben. Hinzu kommt, dass der Einsatz von Drohnen stark reguliert ist. Während es im militärischen Bereich darauf ankommt, die Anforderungen von Militärbündnissen, wie etwa der NATO zu genügen, geht es bei der zivilen Nutzung um Sicherheit und das Luftverkehrsrecht. Drohnen-Unternehmen, die regulatorisch nicht anschlussfähig sind, werden kaum über Pilotprojekte hinauskommen.
Volatus Aerospace: Langjährige Erfahrung zahlt sich aus
Das kanadische Unternehmen Volatus Aerospace ist seit 2018 als spezialisierter Anbieter von Hardware, Dienstleistungen und Training für den zivilen und den militärischen Sektor aktiv. Volatus schult Drohnen-Piloten, bietet die Überwachung von Grenzen oder die Inspektion von Infrastruktur als Dienstleistung an und liefert moderne Drohnen aus. Erst vor wenigen Wochen gelang es, einen NATO-Staat als Kunden zu gewinnen. Das zeigt: Volatus ist sowohl technologisch als auch regulatorisch anschlussfähig. Das ist auch kein Wunder: Seit Jahren bohrt Volatus Aerospace die dicken Bretter der Regulatorik im zivilen Bereich - man sitzt in Ausschüssen und bringt sich im Entscheidungsfindungsprozess ein. Das in diesem Rahmen erworbene Knowhow hilft auch im militärischen Bereich oder im Kontakt mit potenziellen Neukunden, die Wert auf technologische und regulatorische Anschlussfähigkeit legen.
Wie gut sich zivile und militärische Ziele bei Volatus Aerospace ergänzen, zeigt das Condor XL Schwerlast-Drohnenprogramm, das den wachsenden Bedarf an autonomen Transportdrohnen adressiert und erst kürzlich vermeldet wurde. Die Condor XL basiert auf einem ursprünglich von Drone Delivery Canada entwickelten Konzept und soll bis zu 180 kg über 200 km transportieren können. Volatus bringt bei diesem Programm langjährige Erfahrung mit Helikoptern und eigener Avionik in die Entwicklung ein. Auch die Bundeswehr forscht aktuell in diesem Bereich: Ein Artikel der Bild-Zeitung stellt die unbemannte Transport-Drohne „Grille“, die Verletzte vom Schlachtfeld bringen soll, vor. Das Projekt ist aktuell noch in der Entwicklung und bietet eine geringere Reichweite, als Condor XL. Beide Projekte zeigen, wohin die Reise bei unbemannten Flugobjekten geht und dass Volatus Aerospace mit seinen Projekten voll im Trend liegt.
Markt für militärische Drohnen wird wachsen – Volatus ist perfekt positioniert
Neuentwicklungen und Innovationen werden nach Ansicht der Analysten von Market Research Future dafür sorgen, dass allein der Markt für militärische Drohnen bis 2035 mit einem jährlichen Wachstum von 7 % auf 30,5 Mrd. USD wächst. Als Wachstumsbereiche nennen die Analysten Überwachung, Kampf, Logistik, Aufklärung und Ausbildung rund um Drohnen. Volatus Aerospace ist mit seinem Geschäftsmodell also perfekt positioniert, um von diesem Trend zu profitieren. Als erfahrenes Unternehmen mit langjährigen Mitarbeitern, könnte Volatus Aerospace zudem der perfekte Partner sein, wenn es darum geht, Drohnen im großen Stil zu produzieren. Die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Aduril liefert dafür die Blaupause. Neben Renault bieten sich für Volatus weitere potenzielle Partner an. Die Aktie ist zuletzt deutlich zurückgekommen und könnte auf dem aktuellen Niveau für spekulativ orientierte Selbstentscheider, die den Trend hin zu militärischen und zivilen Drohnen besetzen wollen, interessant sein.
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