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30.07.2025 | 06:00

Barrick Mining, Desert Gold, Newmont: Dreifacher Gold-Turbo für Ihr Portfolio

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Bildquelle: pixabay.com

Gold erlebt 2025 einen beispiellosen Triumph. Als krisenresistente Wertanker überstrahlt das Edelmetall turbulente Märkte und setzt neue Rekorde. Getrieben von geopolitischen Spannungen, Zinssenkungen und einem schwachen Dollar steigt die Nachfrage von Zentralbanken und Privatinvestoren exponentiell. Analysten prophezeien eine "goldene Dekade" mit weiterem Aufwärtspotenzial – kein kurzfristiges Strohfeuer, sondern eine nachhaltige Rally. Für Anleger, die diese Dynamik nutzen wollen, lohnt der Fokus auf Schlüsselakteure: Barrick Mining, Desert Gold und Newmont.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining - starker Betrieb, klare Risiken – ein Lagebericht

    Barrick steuert 2025 auf eine Goldproduktion von über 4,2 Mio. Unzen zu. Treiber sind leistungsfähige Minen in Afrika und Amerika. Besonders in Afrika zeigt das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen Präsenz, etwa durch erhebliche Investitionen in lokale Volkswirtschaften. Das milliardenschwere Lumwana-Kupferprojekt in Sambia läuft planmäßig und soll künftig deutlich mehr zum Umsatz beitragen. Hier baut Barrick konsequent seine Kupfersparte aus, um weniger vom Goldpreis abhängig zu sein. Projekte wie Reko Diq in Pakistan stehen in den Startlöchern.

    Die Zahlen überzeugen mit einem Umsatzwachstum von fast 14 % im letzten Quartal und ein Gewinn je Aktie, der deutlich über den Erwartungen lag. Die Bilanz ist robust mit einer Nettomarge von 17,5 %. Für Aktionäre ist die kombinierte Strategie aus einer Dividende von ca. 2 % und aktiven Aktienrückkäufen von 1 Mrd. USD attraktiv. Gleichzeitig reduziert Barrick konsequent seine Schuldenlast. Bewertungstechnisch erscheint das Unternehmen mit einem KGV von 16, was unter dem Branchendurchschnitt liegt, weiterhin interessant.

    Die Lage in Mali bleibt die größte Baustelle. Die wichtige Loulo-Gounkoto-Mine ist seit Januar stillgelegt, was einen herben Verlust für die Produktionsprognose 2025 darstellt. Die malische Regierung hat einen Administrator eingesetzt und will den Betrieb eigenständig weiterführen. Barrick hält dies für rechtswidrig und hat beim internationalen Schiedsgericht ICSID Klage eingereicht. Die Frage ist, warum nur Barrick in Mali so zu kämpfen hat. Diese politische Zitterpartie überlagert aktuell die positive operative und finanzielle Entwicklung und ist für Investoren das zentrale Risiko, das es im Auge zu behalten gilt. Momentan kostet die Aktie 21,41 USD.

    Desert Gold – zwei Hebel, eine Strategie

    Das Warten neigt sich dem Ende. Für sein Flaggschiffprojekt SMSZ in Mali steht die vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) kurz vor der Veröffentlichung. Das Timing könnte kaum besser sein, denn bei den aktuellen Goldpreisen dürften die Kennzahlen zur geplanten Kleinmine überzeugen. Sollte die PEA grünes Licht geben, plant Desert Gold einen zügigen Produktionsstart. Das Ziel ist klar, man will binnen weniger Monate von der Exploration in die Produktion übergehen. Das würde nicht nur Cashflows generieren, sondern das gesamte Unternehmensprofil entscheidend schärfen. Ein positiver Studienabschluss wäre ein starker Katalysator.

    Parallel hat sich das Unternehmen mit dem Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste ein zweites Standbein gesichert. Der Deal ist clever strukturiert. Für überschaubare 450.000 USD plus Aktien sichert sich Desert Gold 90 % an einer vielversprechenden, weitgehend unberührten Liegenschaft. Das Kernstück ist eine massive, 4,2 km x 2,1 km große Goldanomalie im Boden mit auffälligen Konzentrationen, und das ohne bisherige Bohrungen. Die Elfenbeinküste punktet mit politischer Stabilität und bergbaufreundlichen Rahmenbedingungen, was das Länderrisiko gegenüber Mali diversifiziert. Ein schlankes, budgetiertes Explorationsprogramm zielt darauf ab, binnen Monaten bohrreife Ziele zu definieren.

    Die Kombination beider Projekte ist strategisch klug. Die ähnliche Geologie in Mali und der Elfenbeinküste erlaubt es dem erfahrenen Team, sein Know-how effizient zu nutzen. Während in Mali aufgrund der Regenzeit bis Oktober die Feldarbeit ruht, kann die Energie voll auf Tiegba gelenkt werden. Die bald erwartete Mali-PEA könnte zudem zeigen, wie profitabel Kleinbergbau heute sein kann. Das wäre ein Proof-of-Concept, der auch das neue Projekt attraktiver macht. Mit zwei aussichtsreichen Assets in Top-Regionen steigt die Chance, dass Desert Gold als regionaler Player auf dem Radar größerer Miner landet und zum Übernahmekandidaten wird. Die Aktie steht aktuell bei 0,08 CAD.

    Newmont - starke Zahlen, aber Stolpersteine voraus

    Newmonts 2. Quartal zeigt ein gemischtes Bild. Die Goldförderung sank um 8 % auf etwa 1,48 Mio. Unzen. Der Grund sind vor allem die jüngsten Verkäufe von Minen in Kanada, Australien, den USA und Ghana. Positiv stechen jedoch Standorte wie Penasquito in Mexiko, Cerro Negro in Argentinien und Cadia in Australien hervor, die von besseren Erzgehalten profitierten. Insgesamt liegt der Konzern mit rund 3,01 Mio. Unzen seit Jahresbeginn im Plan für die angestrebten 5,9 Mio. Unzen 2025. Auffällig ist der sinkende Anteil der Produktion aus erstklassigen Bergbauregionen (Tier-1), der von früher 65 % auf nun nur noch 44 % fiel.

    Die aktuellen Gesamtkosten (AISC) von 1.593 USD je Unze in Q2 lagen erfreulich niedrig und trieben die Marge angesichts des Rekordgoldpreises nach oben. Dieser Kostenvorteil erwies sich jedoch als trügerisch. Newmont hat notwendige Investitionen, insbesondere Erhaltungsinvestitionen, massiv in die zweite Jahreshälfte verschoben. Gleichzeitig werden bei Schlüsselminen wie Cadia, Lihir, Ahafo South und Penasquito im weiteren Jahresverlauf niedrigere Erzgehalte erwartet. Diese Kombination aus aufgestauten Ausgaben und schwierigerer Förderung dürfte die Kosten in Q3 und Q4 deutlich nach oben treiben, wahrscheinlich auf über 1.700 USD je Unze.

    Trotz der operativen Herausforderungen glänzte Newmont finanziell. Ein Rekordgoldpreis und die verschobenen Ausgaben führten zu einem starken Free Cashflow von 1,71 Mrd. USD. Dies nutzte der Konzern aggressiv für Aktienrückkäufe und hat bereits über 90 % eines 3 Mrd. USD Programms abgeschlossen. Parallel läuft ein neues, gleich großes Programm. Ein schwerwiegender Vorfall in der nicht-produzierenden Red Chris Untertagemine, bei dem 3 Arbeiter glücklicherweise gerettet wurden, unterstreicht die inhärenten Risiken des Geschäfts. Für die Zukunft setzt Newmont auch auf Kupfer als Wachstumstreiber, doch große neue Projekte wie der geplante Blockbruchbau bei Red Chris brauchen noch Jahre bis zur Umsetzung. Die Aktie notiert mit 63,66 nahe ihres Jahreshochs von 66,57 USD.


    Der Goldmarkt hat 2025 weiterhin Rückenwind. Barrick Mining überzeugt operativ und finanziell, kämpft jedoch mit der Regierung in Mali. Desert Gold steht vor einem entscheidenden Katalysator mit der bevorstehenden Wirtschaftlichkeitsstudie für Mali und diversifiziert geschickt mit einem neuen Projekt in der Elfenbeinküste. Newmont generiert starke Cashflows und treibt Aktienrückkäufe aggressiv voran, sieht sich jedoch in der zweiten Jahreshälfte spürbarem Kostendruck ausgesetzt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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