04.08.2025 | 05:10
Apple, Veganz Group und Mastercard mit dicken Überraschungen
Die vergangene Börsenwoche hatte es mit dem Höhepunkt der Zahlen zum zweiten Quartal in sich. Nachdem Schergewichte wie Microsoft, Meta Platforms oder Apple überzeugen konnten, kam es zu Wochenschluss dennoch zu stärkeren Gewinnmitnahmen. Als Grund nannten Marktteilnehmer neben den ambitionierten Bewertungen der Tech-Giganten den „sell on good news“-Effekt. Genügend Spielraum bietet dagegen ein Berliner Unternehmen, das neben hervorragenden Zahlen mit einer Neuausrichtung der Strategie aufwarten konnte.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
APPLE INC. | US0378331005 , VEGANZ GROUP AG | DE000A3E5ED2 , MASTERCARD INC.A DL-_0001 | US57636Q1040
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.
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Apple - Abverkauf nach der Überraschung
5 Unternehmen der Magnificent 7, nämlich Microsoft, Nvidia, Alphabet, Meta Platforms und Amazon trieben den S&P 500 in den vergangenen Monaten zu immer neuen Höchstständen, die beiden erstgenannten durchbrachen sogar die Schallmauer von sage und schreibe 4 Billionen USD an Marktkapitalisierung.
Demgegenüber hatten das von Elon Musk geführte Unternehmen Tesla sowie Apple Schwierigkeiten, dem Aufwärtstempo zu folgen. Vor allem Sorgen um Zölle und Probleme bei der Implementierung der Künstlichen Intelligenz ließen weitere Investments in die Apple-Aktie vermissen. So rechneten Analysten für das dritte Geschäftsquartal lediglich mit Erlösen in Höhe von 89,3 Mrd. USD, die das Unternehmen aus Cupertino mit 94 Mrd. USD deutlich überbieten konnte. Verantwortlich dafür waren starke iPhone-Verkäufe sowie ein sich erholendes China-Geschäft.
Apple konnte seinen iPhone-Umsatz im Jahresvergleich um 13,5 % auf 44,58 Mrd. USD steigern und damit die Analystenerwartungen von 40,22 Mrd. USD klar übertreffen. Um den Folgen des Handelskonflikts mit den USA zu entgehen, hat der Konzern seine Produktionsstrukturen neu ausgerichtet. Ein Großteil der iPhones entsteht inzwischen in Indien, während Macs und Apple Watches überwiegend in Vietnam gefertigt werden.
Zudem will Apple sein Aktienrückkaufprogramm um 10 Mrd. USD reduzieren, um in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld die eigene Liquidität zu stärken.
Veganz Group – Starkes Halbjahr, enormes Momentum
Im Gegensatz zu vielen der Tech-Giganten bietet sich beim Foodtech-Unternehmen Veganz Group bei einer Börsenbewertung von 34,48 Mio. EUR noch genügend Aufwärtspotenzial, vor allem wenn man die bereits eingeleitete strategische Neuausrichtung des Portfolios heranzieht.
Zudem konnten die Berliner in der abgelaufenen Börsenwoche mit starken vorläufigen Halbjahreszahlen glänzen. Dabei konnte ein EBITDA in Höhe von 25,33 Mio. EUR erzielt werden. Im Vorjahreszeitraum belief sich diese Kennziffer auf -4,26 Mio. EUR. Den endgültigen Halbjahresbericht veröffentlicht die Mannschaft um CEO Jan Bredack am 25. September.
In Bezug auf den inneren Wert des Unternehmens dürfte in nächster Zeit immer deutlich die aktuelle Diskrepanz in der Unternehmensbewertung hervorstechen. Als Wachstumsmotor gilt für die Berliner derzeit vor allem die Ende Juni gegründete Mililk FoodTech GmbH. Das Unternehmen konzentriert sich zunächst auf pflanzliche Milchalternativen und setzt dabei auf ein neuartiges, patentiertes 2D-Druckverfahren, das völlig neue Möglichkeiten in der Herstellung eröffnet.
Geplant sind hohe Produktionskapazitäten. In den USA ist bereits ein Standort festgelegt, an dem künftig jährlich über 60 Mio. Liter Hafermilch und andere pflanzliche Alternativen entstehen sollen. Für Europa sind sogar bis zu sechs Werke vorgesehen. Hier ist Veganz aktuell in Gesprächen mit Investoren. Nach einem möglichen Einstieg eines Strategen will die Muttergesellschaft jedoch weiterhin die Mehrheit halten.
Finanziell steht Veganz dank mehrerer Maßnahmen auf einer soliden Basis. Allein der geplante Verkauf der OrbiFarm GmbH soll dem Unternehmen 30 Mio. EUR plus eine Gewinnbeteiligung einbringen. Zusätzlich wurde durch kombinierte Kapitalmaßnahmen in Höhe von rund 7,1 Mio. EUR die Eigenkapitalbasis spürbar gestärkt.
Mastercard – Zweistelliges Wachstum
Auch einer der führenden globalen Zahlungsdienstleister konnte sowohl Anleger als auch Analysten überraschen und die Prognosen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertreffen.
Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse um 17 % auf 8,1 Mrd. USD. Das Wachstum wurde sowohl vom Kerngeschäft im Zahlungsnetzwerk als auch durch starke Zuwächse in den Bereichen Sicherheitslösungen, digitale Authentifizierung und Datenservices getragen.
Der Nettogewinn legte um 14 % auf 3,7 Mrd. USD zu. Das Transaktionsvolumen stieg weltweit um 9 %, das grenzüberschreitende Volumen um 15 % und die Zahl der vollständig über das Mastercard‑Netzwerk abgewickelten Transaktionen um 10 %.
Im Berichtszeitraum kaufte das Unternehmen 4,2 Mio. eigene Aktien im Wert von 2,3 Mrd. USD zurück und schüttete 691 Mio. USD an Dividenden aus. Auf Halbjahressicht erhöhte sich der Umsatz um 16 % auf 15,4 Mrd. USD, der Gewinn wuchs um 11 % auf 7,0 Mrd. USD. Im Zuge der allgemeinen Marktkonsolidierung gab die Mastercard-Aktie im Anschluss dennoch um rund 3,50 % auf 559,89 USD nach.
Die Zahlensaison erreichte ihren Höhepunkt. Dabei konnten Apple und Mastercard überraschen und toppten die Prognosen der Analysten. Ebenfalls stark präsentierte sich das Berliner Foodtech-Unternehmen Veganz Group.
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