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11.08.2025 | 06:00

3 Aktien, 3 Megatrends: Das Wachstums-Geheimnis von Heidelberger Druck, Volatus Aerospace und D-Wave Quantum

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Bildquelle: pixabay.com

2025 bietet trotz volatiler Märkte einzigartige Chancen. Wer in echte Innovationsführer investiert, die ganze Branchen transformieren, kann überdurchschnittliche Renditen erzielen. Drei explosive Wachstumsfelder stechen dabei hervor. Die industrielle Fertigung erlebt durch Automatisierung und Hybridtechnologien eine Renaissance. Luftgestützte Datendienste revolutionieren mit KI-Analysen ganze Industriezweige und die Rüstungsbranche. Quantencomputing öffnet Türen zu bisher unlösbaren Optimierungsproblemen. Genau hier setzen drei Pioniere an: Heidelberger Druck, Volatus Aerospace und D-Wave Quantum.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007 , VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

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Inhaltsverzeichnis:


    Heidelberger Druck - strategische Weichenstellung als Rüstungszulieferer

    Heidelberger Druck hat das neue Geschäftsjahr 2025/26 dynamisch begonnen. Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 16 % auf 466 Mio. EUR, getrieben besonders durch Europa und Asien. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich auf 4,4 %, im Vorjahr waren es noch -2,3 %, was erste Effekte der Kostensenkungsmaßnahmen zeigt. Mit einem Auftragseingang von 559 Mio. EUR, trotz des starken Vorjahresvergleichs durch die Drupa-Messe, hat man eine solide Basis für das Gesamtjahr. Die Prognose von 2,35 Mrd. EUR Umsatz und eine EBITDA-Marge von bis zu 8 % wurde bekräftigt. Der operative Verlust nach Steuern reduzierte sich signifikant auf -11 Mio. EUR.

    Ende Juli markierte Heidelberger Druck mit einer Absichtserklärung zur Systempartnerschaft mit dem Defence-Spezialisten VINCORION den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld. Heidelberger Druck wird dabei Energieregelungs- und -verteilungssysteme für militärische Anwendungen entwickeln und fertigen. Das Unternehmen punktet mit hoher Fertigungstiefe, Skalierungsfähigkeit und verlässlicher "Made in Germany"-Qualität am Standort Wiesloch. Ziel ist es, sich als zuverlässiger Tier-2/3-Zulieferer zu etablieren und die technologische Souveränität Europas in diesem Bereich zu stärken. Langfristig sieht Heidelberger Druck hier ein Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionenbereich.

    Eine aktuelle Studie der DHBW mit Heidelberger Druck vom 5. August unterstreicht den Megatrend "Paperisation". Der Ersatz von Kunststoff durch Papierverpackungen gewinnt massiv an Fahrt, angetrieben durch neue EU-Vorgaben (PPWR) und verändertes Konsumentenverhalten. Herausforderungen bleiben bei Barrierebeschichtungen und Kosten. Hier arbeitet das Unternehmen als Systemintegrator an Lösungen. Eine Kooperation mit Chemiespezialist Solenis zielt auf die Integration wirtschaftlicher Inline-Beschichtungen in bestehende Druckprozesse der Boardmaster-Maschinen. Dies soll Papierverpackungen für weitere Anwendungen wettbewerbsfähig machen und das Wachstum in diesem Kernsegment stützen. Die Aussicht auf 2 wachsende Geschäftsfelder treibt die Aktie an, die aktuell für 2,16 EUR zu haben ist.

    Volatus Aerospace - Drohnenspezialist mit klarem Kurs

    Volatus Aerospace hat sich in den letzten Jahren vom regionalen Akteur zu einer festen Größe in Nordamerikas Drohnenlandschaft entwickelt. Das kanadische Unternehmen setzt konsequent auf Wachstum, etwa zur Hälfte organisch, zur anderen durch gezielte Zukäufe. Insgesamt 18 Übernahmen, darunter zuletzt Drone Delivery Canada, haben das Portfolio geschärft. Heute bietet Volatus weltweit Komplettlösungen an, von der reinen Luftaufklärung über Frachtdienste bis hin zu KI-gestützten Inspektionen, etwa für Pipelines oder Energieanlagen. Schwerpunktmärkte sind öffentliche Sicherheit, kritische Infrastrukturen, Energie und zunehmend die Verteidigung. Diese Breite macht das Geschäftsmodell robust.

    Anders als manche Mitbewerber, die auf eigene geschlossene Systeme setzen, geht Volatus es technologisch flexibel an. Das Herzstück ist ein leistungsfähiges Operations Center nahe Toronto, von dem aus Drohnen sogar Kontinent übergreifend ferngesteuert werden können, weit über die Sichtweite hinaus. Hier fließen externe und eigene Technologien in maßgeschneiderte Lösungen für Kunden zusammen. Ergänzt wird das Angebot durch die eigene „Volatus Academy“, die Ausbildungen für Anfänger und Profis im Bereich Drohnen und Fernerkundung anbietet. Diese Offenheit für verschiedene Plattformen und der Fokus auf Integrationstiefe sind klare Pluspunkte im dynamischen Markt.

    Finanziell zeigt die Entwicklung Dynamik. Wurden 2021 noch rund 660.000 US-Dollar umgesetzt, peilt das Management für 2025 bereits 50 Mio. CAD an. Treiber sind zunehmend wiederkehrende Serviceeinnahmen aus langfristigen Verträgen, etwa mit Energieversorgern. Die Bruttomargen stiegen von 24 % auf beachtliche 35 %. Nach der Drone Delivery Canada-Integration wurden zudem Synergien realisiert, die zu deutlichen Einsparungen führten. Jüngst sicherte sich das Unternehmen über eine Privatplatzierung noch einmal rund 4,2 Mio. CAD frisches Kapital. Dieses soll gezielt in den Ausbau des Verteidigungsgeschäfts, die Aufstockung der Drohnenflotte für die starke Nachfrage und allgemeine Unternehmenszwecke fließen. Passend dazu kam erst am 5. August die Meldung über einen weiteren ISR-Drohnenauftrag im Wert von ca. 1 Mio. CAD von einem NATO-Partnerland. Die Aktie notiert mit 0,53 CAD über dem Ausgabepreis der letzten Privatplatzierung, die zu 0,52 CAD durchgeführt wurde.

    D-Wave Quantum - Wachstum und Technik im Fokus

    D-Wave Quantum legte im 2. Quartal kräftig zu. Der Umsatz stieg um 42 % auf 3,1 Mio. USD, getrieben von gesteigerter Nachfrage nach Quantenlösungen. Der Bruttogewinn wuchs ebenfalls um 42 %, während die Bruttomarge stabil bei rund 64 % blieb. Bemerkenswert ist die Rekordliquidität, derzeit befinden sich über 819 Mio. USD in der Kasse, gespeist durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung über 400 Mio. USD. Diese Mittel sollen gezielt für Akquisitionen und Wachstumsinvestitionen genutzt werden, etwa in Forschung und geografische Expansion.

    Das Unternehmen brachte seinen leistungsstärksten Quantencomputer, Advantage2, auf den Markt. Das System kombiniert Energieeffizienz mit gesteigerter Rechenkraft, ideal für komplexe Optimierungs- oder Materialsimulationen. Parallel treibt D-Wave die Verbindung von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz voran. Ein neues Open-Source-Toolkit ermöglicht Entwicklern, Quantenprozessoren nahtlos in KI-Modelle (wie PyTorch) einzubinden. Erste Pilotprojekte, etwa mit Japan Tobacco, zeigen vielversprechende Beschleunigungseffekte gegenüber klassischen Methoden.

    Internationale Kooperationen stärken die Marktpräsenz. Ein Memorandum mit der südkoreanischen Yonsei-Universität und der Stadt Incheon zielt auf gemeinsame Forschung und den Aufbau eines lokalen Advantage2-Systems. Technisch investiert D-Wave massiv in Advanced Cryogenic Packaging, ein Schlüssel zur Skalierung der Quantenprozessoren. Durch Partnerschaften, etwa mit dem NASA Jet Propulsion Lab, und eigene Fertigungskompetenz will das Unternehmen seine Technologieführerschaft bei supraleitenden Systemen ausbauen und langfristig höhere Qubit-Zahlen erreichen. Die Aktie, die seit Anfang November 2024 eine Rallye hingelegt hat, kostet momentan 16,90 USD.


    Trotz Marktvolatilität bieten echte Innovationsführer in Megatrends überdurchschnittliches Renditepotenzial. Heidelberger Druck treibt mit dem Einstieg als Rüstungszulieferer und Lösungen für nachhaltige Papierverpackungen eine vielversprechende Diversifikation voran. Volatus Aerospace überzeugt durch skalierbare Drohnen-Komplettlösungen für Sicherheit und Infrastruktur sowie wachsende, profitable Serviceverträge. D-Wave Quantum festigt seine Technologieführerschaft in nutzbarem Quantencomputing durch neue Systeme, KI-Integration und strategische Partnerschaften. Jedes Unternehmen adressiert einen zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt mit klarer Positionierung und operativen Fortschritten, was sie zu interessanten Kandidaten für risikobewusste Wachstumsportfolios macht.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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